Clifford Chance Arcus Pride Art Germany 2021

Frank Lorenz

hat sich vor allem mit seinen Porträts auf Papier einen Namen gemacht. Junge, ernst in die Welt blickende Männer zumeist, die der Berliner Maler mit flottem Strich in mal intimen, mal selbstvergessenen Posen einfängt. [www.calvendo.de/galerie/Frank-Lorenz](https://www.calvendo.de/galerie/Frank-Lorenz)

Ilka Hendriks

wollenes Püppchen ist kein Fetisch und spielt nicht auf Voodoo-Zauber an. Die mit der Stricknadel geschaffene, dreibrüstige Figur ist vielmehr eine Hommage an den 2018 im Alter von 90 Jahren gestorbenen Frankfurter Künstler Max Weinberg, in dessen Werk die eigenwillige Schöne als Figur immer wieder auftaucht.

Eva Weingärtner

studierte an der Offenbacher Hochschule für Gestaltung und wurde durch ihre Performances bekannt – live oder vor – der Kamera und stellt dabei vor allem Fragen. Intime und radikal forschende, verzweifelte gelegentlich oder, wie hier, das eigene Ich und unser alle Rollenspiele so neugierig wie spielerisch befragend. [www.eva-weingaertner.de  ](https://www.eva-weingaertner.de) kontakt@eva-weingaertner.de 0151-74114238

Anke Röhrscheid

Die Aquarelle von Anke Röhrscheid zeichnen sich durch ihre außergewöhnliche Technik aus, die sie im postkartenkleinen wie im wandfüllenden Format beherrscht. Denn anders als man denken möchte, sind ihre zarten Formen und Figuren nicht im eigentlichen Sinne gemalt. Vielmehr präpariert Röhrscheid die in jeder Hinsicht phantastischen, hier organisch, dort erotisch aufgeladenen Wesen mit nichts als einem Pinsel und viel Wasser aus dem monochromen Grund heraus. [www.ankeroehrscheid.de](http://www.ankeroehrscheid.de) mail@ankeroehrscheid.de 0173-3878032

Nina Hollein (2011)

Nina Hollein ist von Haus aus Architektin und hat sich 2009 als Modedesignerin für Kinderkleidung noch einmal neu erfunden. Wenn es stimmt, was die Gendertheorie behauptet und das Geschlecht wenigstens auch ein gesellschaftliches Konstrukt ist, dann mag man dieses Kleidchen als eine augenzwinkernde Antwort auf die rosafarbenen und himmelblauen Strampler unserer Kindheit sehen. [www.ninahollein.com](http://www.ninahollein.com) mail@ninahollein.com

Mirek Macke

ist nicht nur das Familienoberhaupt des Kunstvereins Familie Montez. Als Schüler von Hermann Nitsch ist er selbst Künstler, auch wenn er seit Jahren nicht mehr malt. Dennoch kennt er die Malerei genau. In dem rot, gelb und blau bemalten Pullover mag man einen lässigen Kommentar zu Barnett Newmans „Who’s Afraid of Red, Yellow and Blue“ erkennen. Ebenso, wie man in seinen eingemachten und gleichsam in Form gebrachten „Exiltomaten“ die immer wieder staunend machende Vielfalt der Natur gespiegelt findet.

Kai Teichert

hatte noch nie Angst vor großen Themen. Und vor gewaltigen Formaten schon gleich gar nicht. So dass er in seiner ersten Ausstellung bei Familie Montez vor ein paar Jahren direkt die ganze Wand mit seiner „Pfaueninsel“ bespielte – ein gut und gerne 30 Quadratmeter messendes Panorama voller mythologischer und kunstgeschichtlicher Verweise, in dem sich alles um Liebe, Sex, Begehren und Tod dreht. Ganz so vielschichtig mag sein „Running Cock“ womöglich nicht sein. Ein Statement ist er aber allemal.Für die unzensierte Version kontaktieren Sie bitte die Galerie: [www.kvfm.de](http://www.kvfm.de)

Matias Hidalgo/Oscar Zickler “Asunciòn” 2018/2020

Der Modedesigner Matias Hidalgo aus Buenos Aires kam mit einer Residency zur Familie Montez. Mitgebracht hat er gleich eine ganze Kollektion, vor der man sich jeden Tag noch einmal neu entscheiden mag, welche Seite seiner selbst man der Welt da draußen heute zeigen mag. [www.matiashidalgo.com](https://www.matiashidalgo.com/)

Matias Hidalgo/Oscar Zickler “Asunciòn” 2018/2020

Der Modedesigner Matias Hidalgo aus Buenos Aires kam mit einer Residency zur Familie Montez. Mitgebracht hat er gleich eine ganze Kollektion, vor der man sich jeden Tag noch einmal neu entscheiden mag, welche Seite seiner selbst man der Welt da draußen heute zeigen mag. [www.matiashidalgo.com](https://www.matiashidalgo.com/)

Max Weinberg (2016)

Max Weinberg (1928-2018) gehörte zweifellos zu den schillerndsten Persönlichkeiten des Frankfurter Kunstlebens. „Ich komme von einem anderen Planeten“, ließ er sein Gegenüber schon mal wissen. Und wer den meist in Rosa, mit weißem Bart und den von breitem Kajalstrich umrandeten Augen durch die Kunstwelt spazierenden Weinberg sah und vor allem seine mitunter gewaltigen, von schwarzen Rittern, fröhlichen Monstern und drallen mythischen Weibern bevölkerten Mischtechniken kannte, war um ein Haar geneigt, ihm das auch zu glauben. [www.maxweinberg.de](https://maxweinberg.de/)

Andrej Zverev

Das möchte man eine "Contradictio in Adjecto" nennen. Denn was wohl soll das sonst sein, eine Rasierklinge aus flauschig-weichem Plüsch? Eine Klinge, mit der man sich nicht rasieren, aber auch nicht schneiden kann. Pop-art? Ein Fetisch? Oder doch eine Hommage an die „Déjeuner en fourrure“ betitelte Pelztasse von Meret Oppenheim? Keine Ahnung. Vielleicht von allem etwas. Schere, Messer oder einen Pelzsarg hat der in Stockholm lebende Künstler, Andrej Zverev, ebenfalls im Programm. [www.andrejzverev.com](https://www.andrejzverev.com/)

To Kuehne

ist in erster Linie Fotograf. Ein Künstler freilich, der sich auf höchst originelle Weise des Bildgedächtnisses der Populärkultur bedient. In seinen  Selbstporträts schlüpft er in immer neue Rollen und schreibt sich etwa mit seiner Hommage an Andy Warhol dreist in die Kunst – oder als Wladimir Putin hoch zu Ross in die Zeitgeschichte ein.

To Kuehne

ist in erster Linie Fotograf. Ein Künstler freilich, der sich auf höchst originelle Weise des Bildgedächtnisses der Populärkultur bedient. In seinen  Selbstporträts schlüpft er in immer neue Rollen und schreibt sich etwa mit seiner Hommage an Andy Warhol dreist in die Kunst- oder als Wladimir Putin hoch zu Ross in die Zeitgeschichte ein.

Sandra Mann

interessiert sich in ihrem fotografischen Werk vor allem für den Menschen. Sie stellt ihm, sich selbst und uns mit ihren Bildern existenzielle Fragen. Fragen nach der eigenen Identität, nach Liebe, Tod und Begehren, nach unserem Verhältnis zum Anderen und zur Natur. Und sie lässt die Antwort auf all die großen Fragen im Zweifelsfall am liebsten offen.

Sandra Mann

interessiert sich in ihrem fotografischen Werk vor allem für den Menschen. Sie stellt ihm, sich selbst und uns mit ihren Bildern existenzielle Fragen. Fragen nach der eigenen Identität, nach Liebe, Tod und Begehren, nach unserem Verhältnis zum Anderen und zur Natur. Und sie lässt die Antwort auf all die großen Fragen im Zweifelsfall am liebsten offen.

Hans Petri

ist Künstler. So viel steht schon mal fest. Auch wenn es gar nicht so einfach ist zu sagen, was er denn eigentlich macht. Sicher, er fotografiert und zeichnet und gestaltet Räume, spielt Spiele mit der Kamera und seinen meist weiblichen Modellen, in denen es um Wünsche und Fantasien, Zwänge und Obsessionen geht, um Voyeurismus und Erotik, Gewalt und Glaube und Bekenntnis. Außerdem geht es um Bilder und was am Ende davon bleibt. Und, auch wenn es sich nicht gleich auf den ersten Blick erschließt, um Schönheit.

Sascha Boldt

Man könnte es beinahe schon poppig nennen, wenn Sascha Boldt, der ganz klassisch Malerei bei Markus Lüpertz und Albert Oehlen studiert hat, Logos, Sprüche und Zitate, Leuchtreklame oder Piktogramme des urbanen Alltags mit der Kamera einsammelt, nur, um sie in seinen Bildern neu zu arrangieren. Unterdessen möchte man in Boldts wandfüllender Textarbeit, die wie stets Teil einer größeren Serie ist, die familiäre Atmosphäre an diesem besonderen Ort gespiegelt finden: Das Licht der Kunst, es geht im Kunstverein Montez nie aus.

Sascha Boldt

Man könnte es beinahe schon poppig nennen, wenn Sascha Boldt, der ganz klassisch Malerei bei Markus Lüpertz und Albert Oehlen studiert hat, Logos, Sprüche und Zitate, Leuchtreklame oder Piktogramme des urbanen Alltags mit der Kamera einsammelt, nur, um sie in seinen Bildern neu zu arrangieren. Unterdessen möchte man in Boldts wandfüllender Textarbeit, die wie stets Teil einer größeren Serie ist, die familiäre Atmosphäre an diesem besonderen Ort gespiegelt finden: Das Licht der Kunst, es geht im Kunstverein Montez nie aus.

Hermann Nitsch

ist fraglos der bekannteste Name der Ausstellung. Ein Künstler des Wiener Aktionismus zunächst, der nicht nur mit seinen Schüttbildern als Maler bekannt geworden ist – und unter anderem zweimal zur Kasseler Documenta eingeladen war – sondern vor allem mit seinem tatsächlich ein Gesamtkunstwerk vorstellenden, das Leben in allen seinen Facetten feiernden Orgien-Mysterien-Theater weltberühmt geworden ist. Die nächste, 160. und auf sechs Tage ausgelegte Aktion soll 2022 auf Schloss Prinzendorf stattfinden.

Mirek Macke

'Objet trouvé' oder Readymades sind Objekte, Alltags- oder Naturgegenstände, die aus ihrem ursprünglichen Kontext herausgelöst werden, in dem der/die Künstler*in sie findet und sie in ‚Kunstwerke‘ verwandelt, wobei er/sie am vorgefundenen Objekt kaum oder keine Bearbeitung vornimmt.  Die Leuchtreklame LIFE SHOW hing ursprünglichen an einer Hausfassade im Frankfurter Bahnhofsviertel und lud in ein entsprechendes Etablissement ein. Von Mirek Macke gefunden und in der Ausstellung als Kunstwerk inszeniert, verwandelt das Objekt in einem abgegrenzten Raum seine Zweckbestimmung. Es entwickelt beim Betrachter neue und überraschende Eigenschaften und kann dabei völlig neue Assoziationen hervorrufen.

Achim Rippberger: Egoload – Wieviel wiegt mein ich? (2020)

Mit einer Kettensäge fertigt Achim Ripperger in der ersten Stufe seine Holzskulpturen aus einem Baumstamm an. „Ich versuche, eine Visualisierung zu finden für den Zustand ‚Ruhe zu bewahren‘, um auch in Krisenzeiten mit Kraft und Vertrauen seinen Weg zu gehen. Ich will zeigen, dass unsere Identität im Menschsein selbst steckt und nicht in den Themen die uns umgeben. Denn diese sind austauschbar. Ich habe das Gefühl, dass wir kurz davor stehen, unseren Planeten neu zu entdecken, indem wir uns selbst neu entdecken. Wie ein Raumfahrer kurz vor dem Abflug sind wir bereit für eine neue Welt. Meine Arbeit rund um das 'Menschsein' gibt mir die Möglichkeit, immer neue Themen in den Fokus zu nehmen und sie zu be- und verarbeiten. Leben, Tod, Körper, Geist, Glaube, Seele... jedes Werk enthält Erkenntnisse für mich. Dazu muss ich auch immer wieder experimentieren, Neuland erforschen und mich selbst herausfordern.“ [www.atelier-ripperger.de](https://www.atelier-ripperger.com/)

Vanja Vukovic

Dies ist eine Arbeit, die eigentlich in den öffentlichen Raum gehört. Großflächig in Leuchtkästen, auf Litfaßsäulen und Reklametafeln präsentiert, ist die 2011 entstandene Serie doch im besten Sinne plakativ. In jedem Fall aber trifft Vanja Vukovic mit ihrer scheinbar naiven, von der Künstlerin ins Bild gesetzten Fragen an ein Gegenüber, das vielleicht nicht weiß ist, einen Akzent hat oder einen fremd anmutenden Namen trägt, sowie mit der ebenso unausgesprochen wie beiläufig und entschieden gezogenen Grenze der Zugehörigkeit einen Nerv.

Christoph von Löw u. Mirek Macke: The Pig Sisters (Einladungskarte, 2011)

Entstanden ist der eingetragene Kunstverein Familie Montez 2007 im Städelhof durch Mirek Macke, den Kopf des Hauses, und Anja Czioska. In der Frankfurter Innenstadt entwickelte sich eine Art Szeneort. Bekannt wurde der Kunstverein durch seine Ausstellungen, Performances, Parties und Konzerte, die schnell eine wichtige Rolle im Frankfurter Kulturleben einnahmen. Das Foto zeigt die Band "The Pig Sisters" mit folgender Besetzung: Giorgio Capogrossi (Gitarre), Mirek Macke (Gesang), Lionel Röhrscheid (Bass) und Jörg Weil (Schlagzeug, im Bild nicht zu sehen). Seit 2014 hat der Kunstverein mit seinem nach wie vor abwechslungsreichen Programm eine neue Heimat unter der Honsellbrücke im Frankfurter Osthafen.