NABU-Zentrum Rheinauen
1. Staudenbeete
Zwischen den Autostellplätzen und am Rande des Holzzauns sind Wildstauden ausgepflanzt oder ausgesät worden. Zuvor wurde möglichst nährstoffarmer Sand aufgebracht, der einen optimalen Standort für trockenheitsliebende Pflanzen bietet. Diese Pflanzen sollen nach der Anwuchspflege ohne Gießen und sonderliche Pflege auskommen. Kleinsträucher, wie z.B. wilde Rosen ergänzen die Vegetationsvielfalt.
2. Kleinbäume
Kleinkronige, heimische Bäume bilden die Allee entlang des NABU-Zentrums. Bei der Auswahl der Bäume wurde besonders auf deren ökologische Funktion und die Anpassung an den Klimawandel geachtet. Hier findet man Anregungen für den kleinen Hausbaum. Einige Beispiele: Der Burgenahorn kommt wild an der Nahe und am Mittelrhein vor. Die Kornelkirsche ist eigentlich ein Strauch, der aber auch zu einem Kleinbaum gezogen werden kann. Die Flaumeiche wächst wild an der Obermosel.
3. Staudenstreifen
Was auf dem ersten Blick wie ein Schottergarten aussieht ist ein artenreicher und pflegeleichter Wildstaudenstreifen. Hier wurde der obligatorische Schotterstreifen am Haus (Spritzschutz für die Wände) mit einer Wildstaudenbepflanzung kombiniert. Heimische Pflanzen der Trockenstandorte finden auf dem Schottergemisch mit hohem Feinmaterialanteil einen naturnahen Standort. Das Substrat verleitet sie dazu tief zu wurzeln. Bei Trockenheit können sie somit den Bodenwasserspeicher nutzen. Unerwünschten „Begleitkräutern“ hingegen fällt es schwer sich hier anzusiedeln.
4. Zwergschafe und -ziegen
Damit die Artenvielfalt auf dem AuenLand erhalten bleibt, müssen die Wiesen und Grünlandflächen regelmäßig gemäht werden. Einige Teilflächen werden zusätzlich von den Zwergschafen und -ziegen beweidet. Die Minischafe kommen ursprünglich von der bretonischen Insel Quessant.
5. Blühhänge
Das NABU-Zentrum Rheinauen wurde leicht erhaben über dem umliegenden Gelände errichtet. So ist es geschützt vor extremen Hochwässern. Die durch die Aufschüttung entstandenen Hänge wurden aus nährstoffarmem Sand errichtet. Auf ihnen gedeihen nun Blumenwiesen mit gebietsheimischen Pflanzenarten.
6. Sumpfschildkröte
In den Auen des Oberrheins war die Europäische Sumpfschildkröte früher so häufig, dass sie als Fastenspeise an Klöstern gehalten wurde. Der NABU Rheinland-Pfalz siedelt seit über 10 Jahren dieses inzwischen sehr seltene Reptil wieder an, z.B. am Bobenheimer Altrhein. Oft werden auch südeuropäische Sumpfschildkröten in den Auen entdeckt, welche aufgrund der Genetik nicht als heimisch gelten. Sie dürfen, einmal gefangen, nicht wieder in die freie Natur ausgesetzt werden. Hier im AuenLand finden sie ein neues Zuhause und erfreuen die BesucherInnen.
7. Eidechsenburg
Eine Eidechsenburg bietet ihren wechselwarmen Bewohnern Sonnenplätze und Versteckmöglichkeiten. Eine Grube im Erdreich wurde mit Laub, Ästen und Steinen gefüllt. Darauf befindet sich ein Steinhaufen mit Sandecke. Zaun- und Mauereidechsen nutzen sie als Lebensraum. Ebenso ist sie ein guter Ort für die Eiablage und zur Überwinterung.
8. Trockenhügel
Der Erdaushub, welcher bei der Anlage der Gewässer auf dem AuenLand angefallen ist, wurde zu einem Trockenhügel aufgeschüttet. Hier soll sich mit den Jahren ein Magerrasen entwickeln. Gleichzeitig erlaubt der Hügel besondere Blicke auf das AuenLand und die Natur der Rheinauen.
9. Sumpfbeet
Das gesamte Niederschlagswasser der beiden Hauptgebäude wird hier in das Sumpfbeet eingeleitet. Eine Abdichtung aus Kautschukfolie sorgt dafür, dass hier ein Lebensraum für Sumpfpflanzen der Vermehrungsstation entstanden ist. Regelmäßig schauen die Ehrenamtlichen nach den Pflanzen und ernten die Samen für Renaturierungsprojekte in den Rheinauen. Läuft das Sumpfbeet über, versickert das Wasser im Boden und fließt in Richtung Feuchtmulde.
Segelfalter
11. Vermehrung seltener Pflanzen
In der Vermehrungsstation für seltene Pflanzen werden vornehmlich Arten der Stromtalwiesen vermehrt. In Beeten mit Mutterpflanzen kultivieren Freiwillige unter anderem Arten wie die Sibirische Schwertlilie, die Gelbe Wiesenraute oder den Großen Wiesenknopf. Ein Team von Freiwilligen hegt und pflegt die Pflanzen. Die geernteten Samen werden für Renaturierungsprojekte verwendet. Bei manchen Arten werden auch Pflanzen in Töpfen kultiviert und später auf NABU-Flächen ausgewildert.
12. Wildhecke
Das AuenLand war früher ein Acker. Im Jahr 2016 wurde begonnen, an den Seiten des Geländes eine Hecke aus Wildsträuchern anzulegen. Heimische Sträucher sind Brutplatz für viele Vogelarten und deren Früchte Nahrung für Vögel und Säugetiere. Gleichzeitig halten sie Wind ab und sorgen für ein gutes Mikroklima. Auch im Garten können heimische Sträucher wichtige Funktionen für wildlebende Tiere erfüllen.
13. Bruthaufen für Nashornkäfer
An manchen Stellen des AuenLandes befinden sich Haufen von Häckselgut. Dieses stammt von Pflegemaßnahmen der Kopfweiden in den Rheinauen. Es wird für einfache Wege oder als Mulch am Rande von Beeten verwendet. Liegen die Haufen länger, siedelt sich hier der Nashornkäfer an, dessen Larven einige Jahre in den Häckselhaufen leben.
15. Feuchtmulde
Von 2014 bis 2016 befand sich auf dem AuenLand eine Großbaustelle der DB-Netz-AG, die einen Leitungstunnel unter den Rhein gebaut hat. Dabei sind oberflächennahe Staugewässer entstanden, die es als Lebensraum zu erhalten galt. Im Trubel der Bauarbeiten sind diese versehentlich zerstört worden. Als Ersatz wurde nun die Feuchtmulde mit Steilwand angelegt. Auf den feuchten Flächen fühlen sich - nicht nur bei Hochwasser - Tierarten der Feuchtgebiete wohl, während die Steilwand zahlreichen Insekten wie Wildbienen Lebensraum bietet.
16. Trockenmauer
Der Erlebnisteich ist teilweise von einer Trockenmauer umgeben. Hierzu wurden in vielen hundert Arbeitsstunden Steine aus dem Steinbruch in Trechtingshausen aufgeschichtet. Die Mauer dient Eidechsen als Lebensraum und anderen Tierarten - wie z.B. dem Laubfrosch - als Versteck. Im Westen des Teiches wurde zusätzlich eine freistehende Trockenmauer angelegt.
17. Erlebnisteich
Kernstück des AuenLandes ist der große Erlebnisteich. In mehreren Tausend Stunden freiwilliger Arbeit wurde er – wie viele Elemente des AuenLandes – angelegt. Die Abdichtung erfolgt durch eine 30 x 40 m Kautschukfolie. Der Teich ist nur spärlich bepflanzt und stellt somit einen optimalen Lebensraum für viele Amphibienarten dar. Laubfrosch, Wasserfrosch und Kreuzkröte fühlen sich hier wohl. Ein Steg aus Recyclingkunststoff und die angrenzende Trockenmauer sind besondere Elemente.
18. Streuobstwiese
Im Osten des AuenLandes wurde eine Streuobstwiese mit verschiedenen Obstbaumarten angelegt. Streuobstwiesen gehören zu den typischen Lebensräumen der Rheinauen bei Bingen. Bäume mit Kirschen, Zwetschgen, Äpfeln und Birnen dienen nicht nur als Lebensraum, sondern liefern auch Obst für die KuchenbäckerInnen des Café AuenBlick. Bei Umweltbildungsprogrammen wie „Vom Baum in die Flasche“ erleben Kinder, wie natürlicher Apfelsaft selbst hergestellt werden kann.
19. Kescherteich
Der große Erlebnisteich stellt einen wichtigen Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten der Kleingewässer dar. Er soll daher möglichst ungestört bleiben. Damit bei Umweltbildungsprogrammen Groß und Klein die Tierwelt der Kleingewässer näher kennenlernen können, wurde der Kescherteich angelegt. Er kann im Randbereich mit Gummistiefeln betreten werden und ist somit optimal für TeichforscherInnen.
20. Sandbeet
Am Rande der Rheinauen zwischen Mainz und Bingen erstreckt sich das Gebiet der Kalkflugsande. Die kalkhaltigen Sande sind Lebensraum für viele Insekten, wie beispielsweise Wildbienen, die im Boden nisten, aber auch für seltene Vögel und besondere Pflanzenarten. Diesen Arten wurde mit dem Sandbeet ein Lebensraum geschaffen.
21. Blumenrasen
Der Bereich zwischen „Werkstatt Biologische Vielfalt“ und Hauptgebäude wird zukünftig auch für Freilandaktivitäten (z.B. Werken) genutzt werden. Hierzu muss er gut betretbar sein. Neben speziellen heimischen Grasarten wurden hier deshalb Wildpflanzen ausgesät, die besonders gegen Tritt resistent sind. Insbesondere die zentralen Bereiche sollen wie ein „Zierrasen“ häufiger gemäht werden. Die Artenauswahl sorgt dafür, dass die Fläche blütenreich bleibt und ohne Bewässerung auskommt.
22. Blühflächen
Überall auf dem AuenLand blüht es. An vielen Stellen wachsen Kulturarten wie Fenchel, Wilde Malve und Luzerne. Sie stammen aus einer Blühmischung, die im Jahr 2016 auf der Fläche ausgebracht wurde. In den Jahren zuvor war die Fläche ein intensiv genutzter Acker und danach eine Großbaustelle der Bahn. Mit Ende der Baustelle wurde der Mutterboden wieder aufgetragen. Die Blühmischung hat dafür gesorgt, dass das Bodenleben wieder aktiv wird. Allmählich wird die Blühmischung durch eine Salbei-Glatthaferwiese abgelöst.
Aktiv mitmachen
Wildbienennisthilfen
Wie baue ich eine Eidechsenburg
Das Tagpfauenauge
Mitglied werden
Gottesanbeterin
Weißstorch
Gehörnte Mauerbiene
Segelfalter
Ringelnatter
Eisvogel
Laubfrosch
Haus-Feldwespe
Naturnahe Gartengestaltung
Holzhaufen
Hochbeet
20. Sandbeet
Holzhaufen und Dachbegrünung
Dachbegrünung hält Regenwasser zurück, dämmt zusätzlich die Dächer und sorgt für eine Abkühlung und Filterung der Luft. Als Lebensraum für heimische Tiere dient eine solche Begrünung besonders dann, wenn regionale Wildpflanzenarten verwendet werden. Handelsübliche Mischungen enthalten Zuchtarten und Arten aus anderen Ländern. Die Pflanzen auf dem Dach des NABU-Zentrums wurden in der eigenen Station vermehrt und stammen ursprünglich aus dem Umkreis von Bingen, ergänzt wurden sie durch Saatgut von gebietsheimischen Wildpflanzen.
Totholzstamm
Artenportrait: die Holzbiene
Gartenteich
So legt ihr einen Miniteich für Garten oder Balkon an
Kräuterspirale
Kompost
Ein Komposthaufen ist der Jungbrunnen des Gartens. Welke Blätter, alte Zweige, Rasenschnitt, aber auch Küchenabfälle wie Obst- und Gemüsereste lassen sich hier in fruchtbaren Humus verwandeln.
11. Schafe
Auenservice - aktiv in den Rheinauen
Werkstatt biologische Vielfalt – Aktiv werden für die Natur
Frosch schützt Frösche
NAJU Kindergruppe
Naturteich mit Sumpfschildkröten
Tiergehege mit Zwergschafen
Erlebnisteich
Gartenteich
Regionale Baustoffe
Um den gefahrlosen Zugang zu Gebäuden und den wichtigsten Stationen auf dem Außengelände „AuenLand“ zu ermöglichen, mussten einige Flächen zusätzlich befestigt werden. Um die Unterhaltung und damit regelmäßige Kosten gering zu halten, wurde auf Beton-Pflaster zurückgegriffen. Die Pflastersteine stammen größtenteils von einer Produktion in Ingelheim. Geringe Transportwege sorgen auch hier für eine bessere Ökobilanz.
Barrierefreiheit
Das NABU-Zentrum Rheinauen soll ein Ort sein, an dem sich jede und jeder wohlfühlen kann. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist der barrierefreie Zugang zum Haus und zu den wichtigsten Highlights auf dem Außengelände „AuenLand“. Dank der Förderung durch die Aktion Mensch konnten viele barrierefreie Elemente vom gepflasterten Rundweg bis zum barrierefreien WC verwirklicht werden.
Inklusion
Menschen mit und ohne Handicap arbeiten zusammen bei der gpe (Gesellschaft für psychosoziale Einrichtungen) in Mainz. Mit Studierenden der Hochschule für Architektur in Mainz wurden Möbel aus nachhaltigen Materialien entworfen. Leider konnten aufgrund von Kostensteigerungen und der Coronapandemie nicht alle Pläne umgesetzt werden. Die Wandschränke in den Versammlungsräumen und die Theke sind jedoch ein Produkt der erfolgreichen Zusammenarbeit mit der gpe, ebenso die Kücheneinrichtung des Cafés.
Werkstoff Holz
Das NABU-Zentrum Rheinauen ist zum größten Teil aus Holz gebaut worden. Innovative Bautechniken (Brettsperrholzwände, Holzmassivdecken, gedämmte Holzständerbauweise etc.) sorgen für eine gute Ökobilanz. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der einerseits Kohlendioxid bindet und andererseits sich auch nach Nutzung des Gebäudes wiederverwerten lässt. Bemerkenswert sind die Akustikdecke mit Tannenholzleisten, die Hausfassade aus getrocknetem Pappelholz und die mit Holzfaser gedämmten Außenwände.
Nachhaltige Ernährung
Das Café AuenBlick wird an Sonntagen durch ein Team von Ehrenamtlichen betrieben. „Fair, Bio und Regional“ stehen ganz oben auf der Liste von selbstgebackenen Kuchen, Snacks, Kaffeespezialitäten und kalten Getränken, die angeboten werden. Durch das Café ist ein Ort entstanden, an dem man sich zwanglos über Natur- und Klimaschutz, nachhaltiges Leben und Engagement für Mensch und Natur austauschen kann. Der Erlös des Cafés kommt dem Betrieb des NABU-Zentrums Rheinauen zugute.
Beton klimaneutral
Das Fundament des NABU-Zentrums wurde besonders ressourcenschonend erstellt. Der anstehende Bodengrund wurde durch Zementzugabe verfestigt. Hierdurch konnte der Einbau von Schotter unterhalb der Bodenplatte verringert werden. Die Bodenplatte selbst wurde mit dem ersten klimaneutralen Beton Deutschlands errichtet. Die Herstellungsweise und kurze Transportwege sorgen für Energieeinsparung. Die restlichen Emissionen wurden durch den Kauf von Zertifikaten für den Moorschutz ausgeglichen. Die Firmen Holcim und Gemünden-Bau haben die zusätzlichen Kosten getragen.
Stellplatzbegrünung
Die meisten Stellplätze für Kfz am Zentrum sind befestigt. Einige sind mit Schotter, der sich selbst begrünen kann, angelegt. Andere befinden sich auf befestigten Grünflächen. Weitere sind mit einem Lückenpflaster angelegt worden. In den Fugen wurde eine regionale Mischung von niedrigwachsenden Wildkräutern ausgesät. Ein spezielles Substrat speichert Wasser und fördert das Wachstum der Pflanzen. So kann das Niederschlagswasser vor Ort und in den seitlichen Pflanzstreifen versickern.
Fahrradstellplatz
Der Bereich der Stellplätze für Fahrräder wurde mit einem Spezialsubstrat, das einerseits besonders robust beim Betreten ist und anderseits viel Wasser speichern kann, angelegt. Eine geeignete Mischung von gebietsheimischen Pflanzenarten wurde angesät. Je nach Witterung und Aufwuchs wird die Fläche 3 bis 6 mal im Jahr gemäht. Die Offenflächen und nicht so intensiv genutzten Randbereiche sind optimale Lebensräume für zahlreiche Insekten.
ÖPNV-Anschluss
Nur wenige Meter entfernt vom NABU-Zentrum Rheinauen befinden sich die Bahnhaltestelle Bingen-Gaulsheim und die Bushaltestelle des Binger Stadtbusverkehrs. Die Züge aus Mainz und Bingen steuern den Haltepunkt Bingen-Gaulsheim wochentags halbstündig an. Die klimafreundliche Anreise ist ein wesentlicher Punkt für einen nachhaltigen Betrieb des NABU-Zentrums. Auch Kindergruppen und Schulklassen können das Zentrum nun sehr komfortabel und ohne langen Fußweg besuchen.
Solarenergie
Das Nebengebäude „Werkstatt Biologische Vielfalt“ wurde mit einer Solaranlage bestückt, welche bis zu 20.000kWh Strom im Jahr liefert. Die Bürgergenossenschaft Urstrom e.G. ist Eigentümerin der Anlage. Der Strom der Solaranlage kann direkt im Zentrum verbraucht werden, der Rest wird ins Netz eingespeist. Ein Stromspeicher sorgt dafür, dass die Eigenversorgung bei ca. 70% liegt. Zusätzlich benötigter Strom wird als Ökostrom der Bürgerwerke zugekauft. Insgesamt produziert die Anlage doppelt so viel Strom wie verbraucht wird.
Holzhackschnitzel
Holzhackschnitzel sind der „Treibstoff“ für die Heizung des NABU-Zentrums Rheinauen. Reststoffe aus der Forstwirtschaft und in Zukunft hoffentlich Abfallholz von Pflegemaßnahmen auf den NABU-Grundstücken rund um Bingen (60 ha) werden in einer modernen Heizung verbrannt. Hierdurch wird ein Pufferspeicher aufgeheizt, der stetig die Fußbodenheizung des Zentrums mit warmem Wasser versorgt.
Auenland
Bis 2013 war die Fläche, auf dem das NABU-Zentrum errichtet wurde, ein intensiv genutzter Acker. Der untere Teil liegt im Überschwemmungsgebiet des Rheins. Heute ist aus dem ehemaligen Acker ein Hotspot der Artenvielfalt geworden. Fast 10.000 Stunden Arbeit von Freiwilligen und viele Spenden (Kooperationsprojekte mit der Firma Werner & Mertz, Spenden und Arbeitsleistungen der Fa. Gemünden, Spenden von Lions Club , MVB u.a.) haben ein Naturidyll entstehen lassen.
Dachbegrünung
Dachbegrünung hält Regenwasser zurück, dämmt zusätzlich die Dächer und sorgt für eine Abkühlung und Filterung der Luft. Als Lebensraum für heimische Tiere dient eine solche Begrünung besonders dann, wenn regionale Wildpflanzenarten verwendet werden. Handelsübliche Mischungen enthalten Zuchtarten und Arten aus anderen Ländern. Die Pflanzen auf dem Dach des NABU-Zentrums wurden in der eigenen Station vermehrt und stammen ursprünglich aus dem Umkreis von Bingen, ergänzt wurden sie durch Saatgut von gebietsheimischen Wildpflanzen.
Vogelschutz am Fenster
Große Fensterflächen bringen einerseits viel Licht in die Räume, ermöglichen tolle Blicke in die Natur und sorgen in den kühleren Monaten für eine angenehme Aufheizung des Gebäudes. Andererseits stellen große Fenster eine Todesfalle für viele Vögel dar. Diese verunglücken an den Fensterflächen, weil sich etwa Bäume und Sträucher darin spiegeln. Spezielle Muster – angebracht von Freiwilligen – verhindern den Vogeltod am Glas und sind gleichzeitig Gestaltungselemente. Die Räume Wiese, Schilf und Ufer zeigen beispielhafte Lebensräume der Rheinauen.
6. Sumpfschildkröte
In den Auen des Oberrheins war die Europäische Sumpfschildkröte früher so häufig, dass sie als Fastenspeise an Klöstern gehalten wurde. Der NABU Rheinland-Pfalz siedelt seit über 10 Jahren dieses inzwischen sehr seltene Reptil wieder an, z.B. am Bobenheimer Altrhein. Oft werden auch südeuropäische Sumpfschildkröten in den Auen entdeckt, welche aufgrund der Genetik nicht als heimisch gelten. Sie dürfen, einmal gefangen, nicht wieder in die freie Natur ausgesetzt werden. Hier im AuenLand finden sie ein neues Zuhause und erfreuen die BesucherInnen.
10. Schmetterlinge
Schmetterlinge gehören zu den beliebtesten Insekten. Dennoch sind die Bestände in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Ursache hierfür ist vor allem der Verlust an Lebensräumen wie extensiv genutzte Wiesen. Die Abhängigkeit der Schmetterlinge von verschiedenen Lebensräumen und insbesondere von den Futterpflanzen wird im Schmetterlingsgarten dargestellt. Eine begehbare Voliere erlaubt Einblicke in die Entwicklung von häufigen Schmetterlingsarten. Der Schmetterlingsgarten wird – wie viele Kleinbiotope des AuenLandes – von Freiwilligen betreut.
14. Wild-Wein
Rheinhessen gilt als die Landschaft in Deutschland, die am stärksten vom Weinanbau geprägt ist. In den Auwäldern des Oberrheins gab es früher echte Wild-Wein-Reben. Der Botanische Garten am KIT (Karlsruher Institut für Technologie) hat diese wieder vermehrt. Entlang des Wildschutzzauns an der Nordseite des AuenLandes wurden zehn Exemplare hiervon ausgewildert. Von hier aus können sie die Rheinauen wieder besiedeln.
23. Naturnaher Garten
Naturerbe-Inselrhein
Segelfalter
Foto von Wolfgang DüringIm Schmetterlingsgarten fühlen sich viele Falter wohl. Hier wachsen die unterschiedlichsten Raupenfutterpflanzen. Auch der wärmeliebende Segelfalter flattert regelmäßig vorbei und legt seine Eier auf der Felsenkirsche ab.
Aktiv mitmachen
In der NABU-Gruppe Bingen und Umgebung und im NABU-Zentrum Rheinauen engagieren sich vieleMenschen in unterschiedlichen Mitmachprojekten. Ein Überblick über die Möglichkeiten der
ehrenamtlichen Mitarbeit sehen Sie hier:
https://www.nabu-rheinauen.de/mitmachen/angebote-f%C3%BCr-freiwillige/
Wildbienennisthilfe
So bauen Sie wirksame Nisthilfen für Wildbienen. Gut gemacht statt gut gemeint. Viele Wildbienen-Nisthilfen bringen leider nicht den erwünschten Nutzen, manche können sogar schaden. Schuld daran sind ungeeignete Materialien und Bauweisen. Wie macht man es also richtig? Hier erfahren Sie, wie man die wirkungsvollsten Bienenhäuser baut.
Wildbienennisthilfe
Eine funktionsfähige Wildbienen-Nisthilfen kann leicht selbstgebaut werden. Das ist günstiger als eine zu kaufen. Außerdem taugen viele der Wildbienennisthilfen, die im Einzelhandel erhältlich sind, leider nichts. Schuld daran sind ungeeignete Materialien und Bauweisen. Wie macht man es also richtig?Wie baue ich eine Eidechsenburg
Das Tagpfauenauge
Gottesanbeterin
Foto von Michael MarkowskiDie Gottesanbeterin profitiert vom Klimawandel und konnte in den letzten Jahren ihr Ausbreitungsgebiet ausdehnen. Inzwischen ist sie regelmäßig in Rheinhessen zu beobachten.
Weißstorch
Foto von Frank DererRegelmäßig ist der Weißstorch auf dem AuenLand zu beobachten. Hier findet er viel Nahrung für seine Jungen, die in den Nestern in den benachbarten Rheinauen groß werden.
Gehörnte Mauerbiene
Foto von Michael MarkowskiAnfang März erscheint an den Nisthilfen die Gehörte Mauerbiene. Sie sammelt Pollen an den Obstblüten und trägt maßgeblich zur Bestäubung und somit zur Fruchtbildung bei.
Segelfalter
Foto von Wolfgang DüringIm Schmetterlingsgarten fühlen sich viele Falter wohl. Hier wachsen die unterschiedlichsten Raupenfutterpflanzen. Auch der wärmeliebende Segelfalter flattert regelmäßig vorbei und legt seine Eier auf der Felsenkirsche ab.
Ringelnatter
Foto von Frank DererIn den vielen Tümpeln auf dem Auenland geht die Ringelnatter auf Froschjagd.
Eisvogel
Foto von Frank DererIn den Wintermonaten außerhalb der Brutzeit schaut an den Kleingewässern der Eisvogel vorbei. Mit viel Glück ist er dann auf den Sitzwarten bei der Jagd zu beobachten.
Laubfrosch
Foto von Michael MarkowskiDer Laubfrosch ist auf temporär wasserführende Laichgewässer angewiesen. Dank der langjährigen Schutzbemühungen ertönt in den feucht-warmen Frühlingsnächsten in den Rheinauen wieder ein richtiges Froschkonzert.
Haus-Feldwespe
Feldwespen sind harmlose und nützliche Tiere. Im Unterschied zur Gemeinen oder Deutschen Wespe bleiben die Staaten recht klein. Die Arbeiterinnen fliegen Menschen nicht an, wenn sie süße Sachen essen oder grillen.Naturnahe Gartengestaltung
In einem naturnahen und nachhaltig gestaltetem Garten tummeln sich bunte Schmetterlinge, zwitschernde Vögel und summende Hummeln. Unsere NABU-Gartenexpertin Anna Sesterhenn gibt Tipps, wie Sie Ihren Garten mit Leben füllen. Damit es auch bei Ihnen summt und brummt!@ Mehr zum NABU-Projekt Blühende Gärten – damit es summt und brummt: http://www.blühendegärten.de. Gefördert durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg.
Holzhaufen
Die Naturgartengruppe des NABU Darmstadt (www.nabu-darmstadt.de) und der IBK Darmstadt (www.ibkdarmstadt.de) erklären den Nutzen von Totholz für Insekten, Igel, Vögel und anderen Tieren. Viele Beispiele, wie man Totholz im Garten integrieren kann, werden gezeigt. Das reicht von einfachen Totholzhaufen über tote Äste, abgestorbenen Bäumen (nackt oder berankt) bis hin zu Totholzzäunen und dekorativen Totholzpyramiden.
Da sollte für jeden etwas dabei sein.
Das Video machte Alexander Krömmelbein www.alexk-photography.com
Totholzhaufen
Stein-Totholzhaufen
Sie können vielfältig gestaltet werden, sehen hübsch aus und geben verschiedenen Insekten einenLebensraum. Außerdem sind Holzhaufen leicht anzulegen.
Totholzstamm
Artenportrait: die Holzbiene
Die blaue Holzbiene ist die größte heimische Wildbienenart. Wegen ihrer Größe wird sie häufig für eine Hummel gehalten. Die Holzbiene brummt laut, ist aber sehr friedfertig. Besonders auffällig sind die blauschimmernden Flügel und der metallisch-schwarz glänzende Panzer.@ Mehr Infos: http://insektensommer.de » Ladet Euch die kostenlose App zur Insektenbestimmung herunter: http://nabu.de/insektenwelt » So macht Ihr Euren Garten bienenfreundlich: http://www.NABU.de/insektenbuffet » Jetzt NABU-Kanal abonnieren: / nabutv »
So legt ihr einen Miniteich für Garten oder Balkon an
Oft ist für eine ausgiebige Teichlandschaft im Garten kein Platz. Eine gute Alternative ist der Miniteich. Er ist eine gern genutzte Wasserquelle für Insekten und Vögel und bietet gerade an heißen Tagen den so dringend benötigten Hitzeausgleich. Unsere NABU-Garten-Expertin Melanie zeigt dir, wie du in wenigen Schritten deinen eigenen Miniteich bauen kannst.@NABU
Kräuterspirale
11. Schafe
Auenservice - aktiv in den Rheinauen
Das AuenLand grenzt direkt an das Naturschutzgebiet „Fulder Aue – Ilmen Aue“ und seinenbesonderen Auenlebensräumen und seltenen Tier- und Pflanzenwelt. Hier ist auch der Auenservice
(Verlinkung https://www.nabu-rheinauen.de/projekte/auenservice/) des NABU-Zentrums für den
Rheinauenschutz aktiv.
Werkstatt biologische Vielfalt – Aktiv werden für die Natur
Die „Werkstatt Biologische Vielfalt“ entstand im Rahmen des Projektes Lebensader Oberrhein(www.Lebensader-Oberrhein.de). Hier finden zahlreiche praktische Naturschutzprojekte und
Bildungsprojekte statt. Hier werden z.B. Ehrenamtliche ausgebildet, die sich ehrenamtlich in Kitas
einbringen oder Artenschutzprogramme für Grundschulen im NABU-Zentrum anbieten. Hier geht es
zu den Projekten „Kita-Naturbotschafter“ (externen Link: https://www.kita-naturbotschafter.de/ )
und „Artenschutz konkret“ (https://www.nabu-rheinauen.de/projekte/artenschutz-konkret/).
Frosch schützt Frösche
Foto von Winfried Rusch = NABU/Winfried RuschZusammen mit Werner & Mertz setzen wir uns seit 1998 dafür ein, die Lebensbedingungen für den
Laubfrosch und andere Amphibienarten in den Rheinauen zu verbessern. Dank der in den letzten
Jahren ergriffenen Maßnahmen fand der Laubfrosch seinen Weg zurück in die Rheinauen. Hier geht’s
zum Laubfrosch-Projekt:
https://www.nabu-rheinauen.de/projekte/artenschutz/laubfrosch/
Projekt „Frosch schützt Frösche“






